Produktvisuals für Bilderdruckpapiere

Gestalltung einer Mappe für neu entwickelte Bilderdruckpapiere.
Berberich hat uns damit beauftragt, für die neu entwickelten Bilderdruckpapiere eine passende Mappe / ein passendes Motiv zu entwerfen. Dazu musste ich mich ersteinmal selbst informieren, was Bilderdruckpapiere denn überhaupt sind.

Was sind Bilderdruckpapiere?
Wie der Name schon sagt, werden auf diesen Papieren Bilder grdruckt - wer hätte es gedacht...
Die Papiere sind gestrichen und für alle Druckverfahren geeignet. Zumeist werden Sie in Mode- und Kunstzeitschriften verwendet, weshalb man Sie auch Kunstdruckpapiere nennt. Bilder werden auf diesem Papier schärfere Konturen haben und mehr Halbtöne darstellen können, als auf anderen Papiersorten.

Folglich sollte das Motiv also mit Mode und Bildern zu tun haben. Schnell fiel unsere Entscheidung auf Marilyn Monroe, da Sie in den 50-60zigern, als das Schönheitsideal galt. Auch als Fotomodell zierte sie hunderte Modezeitschriften, also perfekt für unser Motiv.

Das Motiv selbst
Der Betrachter sollte in den Bann gezogen, und dazu animiert werden, nicht nur den Titel, sondern auch die Rückseite der Mappe zu betrachten. Deswegen überlegte ich mir eine kleine Geschichte, welchen den Blick des Betrachters vom Titel, über den Rücken zu der Rückseite führen sollte. Sehr viele Menschen, kennen die Silhouette von Marilyn Monroe, in der Sie sich das Kleid festhält, da aus einem Schacht ein Luftzug kommt. Der Schacht wurde abgewandelt zu einem Ventilator, welcher aus dem Kleid von Marilyn Monroe fertige Abzüge bläst. Diese Abzüge fliegen dann durch das gesamte Studio und laden dann letztlich, erst auf der Rückseite der Mappe, auf dem Druckbogen einer Druckmaschiene.

Die Realisierung
Das Motiv selbst wurde von mir auf ein ca. 40x120 großes Papier skizziert, gescannt und später vektorisiert. Zur Farbtrennung legte ich 4 verschiedene Ebenen an, welche später durch die versetzte Aufhängung verschiedene Farben bekommen sollten. Die oberste Ebene war die dunkelste, da Sie am weitesten von der Lichtquelle entfernt war. Etwas problematisch war, dass jedes Element eine Verbindung zu den jeweiligen Stegen brauchte.
Eine Woche später erhielten wir 4 geplottete Papierbögen. Natürlich musste ich in mühsamer Handarbeit erst noch die einzelnen Teile freistanzen. Dies dauerte mehrere Stunden, da man extrem vorsichtig sein musste. Die ausgestanzten Papierbögen wurden an Holzlatten fixiert und dann hintereinander aufgehangen.

Licht und Technik
Wir setzten 3 Lichtquellen hinter die Motive, welche dann das Motiv von hinten Belichteten. Das Motiv selbst mussten wir in 3 Teilen fotografieren, da wir die Objektiv bedingte Krümmung nicht bedacht hatten und somit das Motiv nicht erkennbar gewesen wäre.

Nachbearbeitung
Am PC setzte ich dann die 3 Bilder passend zusammen und retuschierte noch ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. einen Tesastreifen, welcher einen abgerissenen Steg zusammen hielt. Danach färbte ich das Bild passend ein und setzte mich an das sonstige Titeldesign.

Dies war bisher einer der spannendsten und für mich lehrreichesten Aufträge in der Fotografie. Berberich selbst kam direkt danach mit weiteren Papieren zu uns, welche dann ebenfalls im Papierlook realisiert wurden.

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